Nach einem geringere Wachstumsphase in2021, wächst Einpendlerzahl deutlicher in 2022

Am 30. Juni 2022 arbeiten 32.698[1] Grenzgänger in der Wallonie, davon kommt die Mehrheit aus Frankreich (96,8 %), gefolgt von deutlich geringeren Anteilen aus Deutschland (1,8 %) und Luxemburg (1,4 %). Zwischen 1998 und 2001 verzeichnete der Einpendlerstrom jährliche Veränderungen von über 10 %; zwischen 2002 und 2007 lag der Zuwachs bei durchschnittlich 6 % pro Jahr, wobei die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in 2008 mit +11,6 % besonders hoch war. Im Folgejahr halbierte sich die Entwicklungsquote im Vorjahresvergleich (+5,3 %, d.h. +1.470 Personen), was aber immer noch ein sehr gutes Ergebnis darstellt im Vergleich zu den anderen Einpendlerströmen, bei denen negative jährliche Veränderungen zu verzeichnen waren. Die Auswirkungen der Finanzkrise schlugen erst im Jahr 2010 durch, als der Strom der Grenzgänger um lediglich 398 Personen (+1,4 %) wuchs. In den Jahren 2011 bis 2013 sind bei allen Einpendlern in die Wallonie nur sehr geringe jährliche Veränderungen (0,5 % bis 0,6 %) zu beobachten; 2014 und 2015 ging die Anzahl der Einpendler sogar leicht um -1,8 % und -0,4% zurück, was einem Verlust von 661 Grenzgängern entspricht. Im Jahr 2016 stabilisierte sich der Strom (+0,0 %) und stieg 2017 und 2018 langsam um 1,7 %, (+501 Personen) bzw. +3,7 % (+1.111 Personen). In 2019 ging die Wachstumsrate mit -0,3 % (-99 Personen) leicht zurück. Trotz der Gesundheitskrise wächst der Einpendlerstrom von +2,4 %, steigt aber 2021 nur um +0,5 % danach aber wieder deutlicher in 2022 mit +2,2 %.

 

[1] Nur Grenzgänger, die aus Ländern der Großregion, nämlich Frankreich, Luxemburg und Deutschland, kommen. Diese Zahl enthält daher nicht die Grenzgänger aus den Niederlanden (164 Personen zum 30.06.2022).

Grenzüberschreitende Einpendler in die Wallonie nach Herkunftsgebieten 2012-2022 (jeweils zum 30.06.), Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %
Berechnungen: IBA·OIE | Quelle: INAMI

Grenzüberschreitende Einpendler in die Wallonie nach Herkunftsgebieten 2002-2022 (jeweils zum 30.06.)*
* ohne Grenzgänger aus den Niederlanden (164 Personen zum 30.06.2022)
Berechnungen: IBA·OIE | Quelle: INAMI

Die Einpendler aus Frankreich arbeiten mehrheitlich in der Provinz Hainaut

Die aus Frankreich in die Wallonie einpendelnden Grenzgänger arbeiteten 2022 vor allem in den Arrondissements Ath (23,3 %) und Mons (11,6 %). Zwischen 2012 und 2022 stieg die Anzahl der Einpendler mit Wohnort in Frankreich um circa 9,0 %, was 2.618 Personen entspricht. Angesichts der auf Provinz- bzw. Kreisebene beobachteten erheblichen Entwicklungen zwischen 2012 und 2022, insbesondere in Hinblick auf die administrativen Besonderheiten im Zusammenhang mit der Lage der Registrierungsstellen zur Krankenversicherung, betrachten wir diese Entwicklungen zunächst nicht.

Karte der Grenzüberschreitende Einpendler in die Wallonie aus Frankreich

Grenzüberschreitende Einpendler in die Wallonie aus Frankreich nach Arbeitsort (Provinzen) am 30.06.2021 und Veränderung 2011-2021

Autor der Karte: GIS-GR / SIG-GR

Berechnungen: IBA·OIE | Quelle: IGSS